Fallstudie eines Landwirts – Illula Farm in Kenia

Illula Farm in Kenia IDA Benutzer

Die Illula Farm ist ein mittelgroßer Milchhof in Eldoret im Uasin Gishu County. Ihren Betrieb nahm sie 2014 mit einem Bestand von 38 Kühen auf. Die Illula Farm beschäftigt heute mehr als 7 Mitarbeiter im Bereich Milchwirtschaft und weitere 10 im Bereich Gartenbau. 

Neue Technologie  

Mr. John Magut ist seit Beginn im Jahr 2014 auf dem Hof und verwaltet ihn.  Aufgrund seiner Begeisterung für neue Technologien war der Hof einer der ersten in Kenia, die Ida installierten. Die Einführung von Ida war für ihn eine Offenbarung. Er war sofort beeindruckt davon, wie Ida das Verhalten seiner Kühe überwachte. Die umsetzbaren Erkenntnisse aus der Ida-Analytik unterschieden sich deutlich von seinen eigenen Beobachtungen. Während der Installation war er fasziniert davon, dass ein Ida-Techniker die Fütterungszeiten der Kühe aus den Aktivitätsdiagrammen ablesen konnte. 

Wie die meisten anderen Landwirte in Kenia hatte Magut Schwierigkeiten gehabt, seine Milchproduktion zu steigern. Dies stellte ihn vor Herausforderungen wie die Beschaffung hochwertiger Futtermittel, die Verbesserung der Genetik und den Ausbau seiner Managementfähigkeiten. Im letzten Quartal des Jahres 2018 sah er dank Ida eine beträchtliche Steigerung der Milchproduktion. Durch Verwendung der Funktion “IDA fragen” stellte er schnell fest, dass die Futterration der Herde geändert werden musste. Seit der Futterumstellung konnte Magut die Reaktion jeder einzelnen Kuh überwachen. 

  • Anzahl der Kühe: 58 
  • Anzahl Kühe in Laktation: 45 
  • Färsen: 30
  • Kälber: 18 
  • Milchproduktion Kuh/tag: 14-17 liter 
  • Jährlich Milchproduktion: 235,000 liter 
  • Durchschnittliche Besamungsrate: 1.4 

Deutliche Verbesserungen 

Aufgrund der geänderten Futterration stieg die Milchleistung sofort an. Ida war zudem überaus hilfreich bei der Überwachung der Reaktion jeder Kuh auf die Futterumstellung. Insbesondere wurden das Wiederkäu- und das Fressverhalten überwacht. Anfangs bekamen die Kühe nicht genug Futter, da sie tagsüber einige Stunden aus dem Stall gelassen wurden. Ida zeigte auf, dass die Kühe während dieser Zeit weniger fraßen, da sie keinen Zugang zu hochwertigem Futter hatten. 

Darüber hinaus fiel Mr. Magut die Beaufsichtigung der Arbeitskräfte leichter, da die Aktivitätsdiagramme zeigen, wann bestimmte Aktivitäten erfolgen, beispielsweise die Fütterung. So kann er feststellen, ob die Kühe zur richtigen Zeit gefüttert werden. Die intelligenten Informationen und umsetzbaren Erkenntnisse von Ida helfen ihm auch, Probleme mit den Arbeitern faktenbasiert zu besprechen, wodurch die Arbeitskräfte mehr Verantwortung für ihr Handeln übernehmen. 

Brunsterkennung und Erkenntnisse zur Gesundheit 

Mr. Josphat Kipkogei, Rinderhirte auf der Illula Farm, war sehr erfreut über die genaue Brunsterkennung durch Ida und die frühzeitigen Gesundheitswarnungen. Ein ganz besonderer Erfolg für ihn war es, als Ida einen Fall von Milchfieber prognostizierte, bevor die Kuh sichtbare Krankheitssymptome zeigte. 

Ida gab eine Warnung aus, dass Kuh 76 weniger aktiv war, also weniger fraß, wiederkäute und umherlief. Die Kuh hatte vor Kurzem gekalbt und wurde nun genau beobachtet. Nach wenigen Stunden war sie krank. Idas rechtzeitige Warnung sorgte dafür, dass die Kuh innerhalb von zwei Stunden gerettet werden konnte. Dies war die kürzeste Ausfallzeit aufgrund von Milchfieber, die es auf dem Hof je gegeben hatte. 

Eine der größten Herausforderungen auf dem Hof stellte die Brunsterkennung dar. Insbesondere bei einigen Tieren, bei denen schon einmal eine „stille“ Brunst aufgetreten ist. Ida erkannte die Brunst bei den Kühen noch vor den Arbeitern.  In den meisten Fällen zeigte Ida Brunsthinweise an, bevor die Arbeiter körperliche Anzeichen feststellen konnten. Auch die Erkennung von Kühen, die kurz vor der Brunst standen, verbesserte sich. Vor Ida kam es vor, dass Arbeiter die Brunst nicht immer meldeten, weil sie sie nicht oder zu spät bemerkten. Folglich hat sich jetzt auch die Befruchtungsrate erhöht und es gibt mehr Abkalbungen. Mr. Kipkogei prüft sein Smartphone routinemäßig drei Mal täglich auf neue Erkenntnisse. Dies ist ein weiteres großartiges Beispiel, wie KI Entwicklungsländer fördert und örtliche Landwirte unterstützt. 

Ida in Kürze 

Ida vereint Sensortechnologie mit maschinellem Lernen und der kontinuierlichen Datenanalyse in der Cloud. Es nutzt fortschrittliche Technologie wie künstliche Intelligenz“, erläutert Leonie ten Dam von Connecterra. In der ersten Woche nach der Implementierung der Sensoren nutzt das Ida-System die Analyse der Kuhbewegungen, um Muster in der Herde festzustellen und abweichendes Verhalten von Kühen zu melden. Es handelt sich um ein selbst lernendes System, das auf maschinellem Lernen und Feedback vom Milchbauern basiert. Das System lernt, welches Verhalten normal, abweichend und durchschnittlich ist. Wenn sich das Verhalten von Kühen ändert, gibt der Milchbauer im System an, ob tatsächlich ein Problem vorlag und welche Kuh/Kühe betroffen waren, beispielsweise von Lahmheit, Metritis, Ketose, Mastitis oder verlagertem Labmagen. Ida lernt, was sich auf dem Hof abspielt, und das System hilft dem Landwirt, die Hofeffizient zu erhöhen.  Hier erfahren Sie mehr über Ida: https://www.ida.io.