Eine Blockchain für die Milchwirtschaft? 

Blockchain für die Milchwirtschaft

Die Blockchain ist derzeit in aller Munde, daher möchten wir unsere Gedanken dazu zum Ausdruck bringen und erörtern, wie sie sinnvoll eingesetzt werden kann – in der Lebensmittelbranche. 

Wissen Sie, woher die Milch kommt, die Sie trinken? Haben die Kühe ein gutes Leben oder werden sie häufig krank? Was fressen sie? Wird ihr Futter nachhaltig produziert? Welchen Anteil am Supermarktpreis erhält der Landwirt für die Milch? All diese Fragen beziehen sich auf das Problem der Lebensmittel-Rückverfolgbarkeit: zu wissen, woher unsere Lebensmittel kommen und wie ihr Weg bis zum Supermarkt verlaufen ist. 

Angesichts steigender Preise für Kryptowährungen wird Blockchain-Technologie immer beliebter. Wir bei Connecterra sind stets auf der Suche nach neuen Tools, die uns bei unserer Vision unterstützen, die Landwirtschaft effizienter zu gestalten. Einer der Anwendungsfälle für Blockchains ist die Aufzeichnung von Transaktionsdatensätzen, die öffentlich zugänglich gemacht werden – genau das, was wir für die Lebensmittel-Rückverfolgbarkeit benötigen. Blockchain ist also eine Technologie, die wir möglicherweise in unserer Plattform als Lösungskomponente einsetzen können. 

Wie können wir also das Prinzip der Blockchain auf die Milchwirtschaft anwenden? Können wir es so einsetzen, dass für diese Industriekette ein echter Mehrwert geschaffen wird? Wie würde das aussehen? Werfen wir einen Blick darauf. 

Der Milchbauer 

Bei Landwirten, die den Ida-Service von Connecterra nutzen, können wir automatisch neue Blocks zur Blockchain hinzufügen, um aufzuzeichnen, wie gesund die Kühe sind. Außerdem können Sie selbst entscheiden, welche Informationen an andere weitergegeben werden sollen und welche nicht. Der Milchmengenmesser oder die Hofmanagement-Software könnte uns anschließend Daten zur Milchleistung dieser Kühe bereitstellen, wodurch ein vollständiges Profil der Kuh innerhalb der Blockchain erstellt wird. Bis zu diesem Punkt sind alle Vorgänge für Sie absolut transparent. Sobald Ihre Milch vom Milchsammelwagen abgeholt wurde, können Sie die Transaktion zwischen Ihnen und der Molkerei ganz einfach per App bestätigen. Durch Kryptografie-Technologie wird sichergestellt, dass dieser Vorgang problemlos von Dritten validiert werden kann. 

Der Verbraucher 

Sie gehen in den Supermarkt und stellen fest, dass auf den Milchpackungen einiger Marken ein QR-Code zu finden ist. Sie werden neugierig, also scannen Sie den Code mit Ihrem Smartphone und werden zu einer Website weitergeleitet, die alle Informationen aus der Blockchain enthält, wie in der Abbildung oben dargestellt. So erhalten Sie Antworten auf Fragen, die für Sie als bewussten Verbraucher große Auswirkungen auf das Kaufverhalten haben können: 

Woher kommt diese Milch? Kommt sie von einem Hof in meiner Region? 

Hatten die Kühe, von denen meine Milch stammt, Krankheiten oder waren sie völlig gesund? Durften diese Kühe auf die Weide? 

Wie viel hat der Landwirt an der Milch verdient im Vergleich zum Preis, den ich dafür bezahlen muss? 

Haben die Produzenten eine Milchanalyse durchgeführt?  Falls dies der Fall war: Gab es ungewöhnliche Ergebnisse? 

Wurde die Kühlkette während des Transports ordnungsgemäß eingehalten? Wie alt ist die Milch überhaupt? 

Technologieplattform von Connecterra 

Die Datenplattform von Connecterra ist leicht skalierbar, um die entsprechenden Daten- und Transaktionsvolumen zu verarbeiten. Indem wir unsere Erkenntnisse und Verhaltensdaten an unsere gehostete Blockchain übertragen, können wir Molkereien, Transporteuren und Verbrauchern die notwendige Rückverfolgbarkeit ihrer Lebensmittel ermöglichen. Dies sorgt für eine gerechtere und transparentere Wertschöpfungskette. Der dadurch geschaffene Mehrwert hängt direkt mit unserer Vision einer nachhaltigeren und effizienteren Landwirtschaft zusammen.

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